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29.01.2015 | | Lifestyle

Unsere Dschungelcamp-Wunschkandidaten für 2016

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Liebes RTL,

Du hast uns in den letzten Jahren viel Freude gemacht, indem Du halbwegs bekannte Menschen, deren Ruhm entweder verblasst ist oder die nie solchen besaßen, aufgetan und sie ins Dschungelcamp geschickt hast. Selbstverständlich kam dafür nur der Ausschuss der „Promi“-Szenerie infrage, die sich für das bisschen Aufmerksamkeit selbst so herabwürdigen, dass es kaum zu ertragen ist. Genau das war es, was wir am Dschungelcamp geliebt haben: Vermeintlich Prominenten dabei zuzusehen, wie sie tun, als würden sie im Glamour leben, dieses Image allerdings selbst torpedieren, indem sie im Dschungelcamp sitzen und Känguru-Anusse essen, um Aufmerksamkeit zu erlangen. Daran erquickt sich unser schadenfreudiges Herz – offiziell ist es natürlich der psychologische Aspekt, wie sich Menschen in einer abgeschotteten Gruppe verhalten, der uns zum Einschalten verleitete. Und die zugegebenermaßen wirklich witzige Moderation von Sonja Zietlow und Daniel Hartwich. Allerdings gefällt uns insgeheim nicht nur der Witz, sondern dass die beiden verbal nochmal ordentlich auf die abgehalfterten „Stars“ draufhauen.

Beim Casting des diesjährigen Camps hast Du Dich allerdings verschätzt. Ja, uns gefallen Trashstars, weil wir uns ihnen überlegen fühlen und sich die Pseudoprinzesschen endlich da befinden, wo sie hingehören: in einem Topf voll Fischinnereien. Damit wir uns allerdings daran erfreuen können, muss unbedingt eine gewisse Fallhöhe vorhanden sein. Teilnehmer von DSDS, die nur zwei Minuten vor der Kamera standen, sind dafür ungeeignet.

Lange Rede, kurzer Sinn – hier unsere Wunschkandidaten für 2016:

Sibylle Rauch

Die ehemalige Pornodarstellerin lebt nach letzten Informationen im Wohnwagen und trägt immer Klamotten von kik und ein ziemlich abgerocktes Basecap. Dafür Beleg, dass ihre Zeit längst vorbei ist, sind neben dem vermeintlich von Zigaretten und Alkohol gegerbtem Gesicht auch ihr kompletter Lebensstil – unter anderem bot sie laut Bild ihren Körper bereits für 75 Euro die halbe Stunde an. Ein tragischer Star, der mehr zu bieten hat, als jeder DSDS-Teilnehmer.

Tatjana Gsell

Ach, die Tati… Die arme Ex-Millionärsgattin des 45 Jahre älteren Schönheitschirurgs Franz Gsell hat sich nicht nur ihr Äußeres skalpelltechnisch verunstalten lassen, die vielen damaligen Partys haben auch im Kopf einige Spuren hinterlassen… Nach dem Tod ihres Mannes, infolge eines inszenierten Überfalls, wurde sie zur persona non grata auf dem öffentlichen Parkett und die Partyeinladungen blieben aus. Also musste Tati sich mit lächerlich-erbarmungswürdigen Auftritten bei der Alm, der ProSieben Fight Night etc. ins Rampenlicht rücken und ramponierte ihr Image noch weiter. Als Gesicht der Venus-Messe in Berlin tat sie einem mit ihrem vermeintlich von Drogen, Alkohol und Chirurgie gezeichneten Gesicht fast schon leid.

Die begabte Beate

Wir lieben sie alle: Die begabte Beate aus dem bräsigen Bayern, die zuletzt im bumsfidelen Bali mit ihrer moppeligen Mutter, der irrwitzigen Irene ihr Herzblatt suchte. Obwohl ihr ein kamelreitender Kandidat bei frisch aufgebrühtem Kaffee und einem feudalen Frühstück gerne sein Herz schenken wollte. Die skurril schmusige Sumsemaus mit Vorliebe für taufrische Tiegelwurst ist so unbeholfen und verschroben, dass wir sie immer wieder gerne sehen. Und das Dschungelcamp könnte ihre große Chance werden: Einer der anwesenden Männer wird sich sicherlich mit ihr einlassen – in der Hoffnung, bei der nachfolgenden Reality-Doku „Beate in Love“ mitspielen zu dürfen. Bei genauer Überlegung wird Beate wohl der einzige „Star“ im Camp sein. Um sie ein bisschen zu triezen, wird Beate allerdings ohne ihre Mama als bärbeißigen Backup teilnehmen.

Vera Int-Veen

Schon in der letzten Staffel zeigte Vera Beate ihr wahres Gesicht, als sie – sonst immer als „beste Freundin“ auftretend und sich an der gedeckten Kaffeetafel der Eltern labend – Beate die Leviten las, da diese sich nicht so richtig auf den tüchtigen Thomas einlassen wollte. Schön wird es zuzusehen, wie Vera die Maske fallen lässt und Beate langsam schwant, dass ihre gute Freundin es gar nicht so gut mit ihr meint, sondern sich nur bei ihr anbiedert, damit Beatchen noch recht lange bei „Schwiegertochter“ zu sehen sein wird. Wenn Beate wüsste, was Vera in ihrer ach so netten Art wirklich über sie denkt, würde es im Camp sicherlich Drama geben. Und Irenes Reaktionen im Hotel Versace – gewandet in weiße Tennissocken und Sandalen – wären auch interessant. Wie Vera nämlich hinter der Kamera wirklich ist, beweist dieses Video.

Rolf Eden

Der rüstige Rammler – oh, mit den Alliterationen können wir ja jetzt wieder aufhören – also: der abgetakelte Rentner mit pissgelbem Haar, Hängelidern und vergilbten Zähnen würde sich im Camp sicherlich an jede Dame heranmachen und sie mit seinen nunmehr 84 Lenze zählenden Griffeln begrabbeln. Er muss ja schließlich sein Image wahren und beweisen, wie „standhaft“ er noch immer ist. Sicherlich ein schöner Anblick, wenn er Tati befingert und diese sich zunächst angewidert dreht und windet wie ein Wurm, dann aber ihre Chance auf Aufmerksamkeit wittert und direkt mit dem Eden ein Schäferstündchen abhält.

Bert Wollersheim

Wie auch Eden ist Wollersheim ein Puffbetreiber – na gut, ersterer hatte wohl nur „Nachtclubs“. Bekannt geworden ist der ehemalige Promi-Friseur durch einen Dokumentarfilm des WDR. Danach verselbstständigte sich seine „TV-Karriere“ sicherlich auch aufgrund seines skurrilen Äußeren und seiner großbusigen Frau Sophia. Es folgten Auftritte bei Männer TV und beim perfekten Promi Dinner, der Ruhm gipfelte in einer eigenen Doku bei RTL2 – der Trash-Ritterschlag schlechthin.

Mallorca-Jens

„Ich bin pleite, aber sexy“ – naja, Letzteres trift auf den tumben, plumpen und schiefzähnigen Jens sicherlich nicht wirklich zu. Um junge Dummchen zu beeindrucken reicht sein unverhohlen vorgegaukelter Charme aber scheinbar aus. Auch seine vorgehaltene Macher-Mentalität bricht immer wieder wie ein Kartenhaus zusammen, weil sie einfach nicht über seine Unfähigkeit und bodenlose Faulheit hinwegtäuschen können. Er ist definitiv der Kandidat, der nach Rekordzeit den erlösenden Satz ausrufen wird – natürlich wie immer mit ganz viel unmännlichen Tränen. Um das zu verhindern, solltest Du, liebes RTL, eine Klausel in seinen Vertrag unterbringen, dies zu verhindern.

Kader Loth

Niemand weiß, wo sie herkam, aber jeder weiß, dass sie für nichts berühmt ist. Wie Tatjana Gsell spielt sie gern das Luxusweibchen. Bei ihrer „TV-Karriere“ – Teilnahmen an „Die Alm“, „Die Burg“, „Big Brother“, „Wild Girls“ – fragt man sich nicht ohne Grund, warum man es als Luxusgirl wohl nötig hat, bei diesen Formaten mitzumachen. Am Geld kann es doch sicherlich nicht liegen??? Davon sollte sie doch – gemäß ihrem Lebensstils – genügend haben. Oder ist das alles nur vorgespielt? Nein, nein, nein! Wer zusammen mit den Botox-Boys ein Musikvideo aufgenommen hat, der hat es wirklich geschafft.

Sabrina Setlur

Ja, Sabrina war in der Vergangenheit tatsächlich mal ein Star. Als Schwester S hatte sie in den 90ern einige Top10-Hits. Danach machte die Frau mit den viel zu dünn gezupften Augenbrauen und dem ultimativen resting bitch face allerdings nur noch durch ihre Affäre mit Boris Becker von sich reden. Heutzutage tingelt sie hier und da mal wieder durch die ein oder andere Talkshow oder wird mal zu einer Fashionshow – natürlich nur in Berlin – eingeladen und sonnt sich in ihrem vergangenen Glanze. Immer noch eine hübsche Frau, ist der Lack bei der mittlerweile über 40-Jährigen auch langsam mal ab. Irgendwie ist sie noch immer in den 90ern stehengeblieben. Da hilft es auch nicht, wenn sie versucht, dank halbwegs versierter Stylisten auf elegante Lady zu machen. Hat bei Victoria Beckham geklappt, aber die kann halt auch was. Wie sagt man so schön? Man bekommt das Mädchen aus der Gosse, aber nicht die Gosse aus dem Mädchen.

Naddel

Auch bekannt als Naddeeeeeeel… Ja, sie war schon einmal im Dschungelcamp, ist allerdings viel zu schnell freiwillig gegangen. Wenn man ihr in der nächsten Staffel genügend Champus gibt – naja, Sekt reicht eigentlich auch aus oder billiger Prosecco – mehr ist sie ja dank ihres schwindenden Ruhms eh nicht mehr gewohnt. Nach ein oder zwei Gläschen wird die Frau mit dem Tipp-Ex-Lächeln und den komischen Farbflecken auf der Stirn ganz schnell redselig und haut bestimmt ein paar dümmliche Pointen raus – meist dummerweise auf ihre eigenen Kosten. Wild gestikulierend wäre sie sicher ein guter Anblick und würde sich ganz schnell mit Kader Loth und Tatjana Gsell anlegen – darum, wer im nächsten Jahr (wieder) das Gesicht der Venus werden darf. Bei Naddels Statur wird sie wohl allerdings den Kürzeren ziehen – beim Intellekt wohl leider auch – wobei alle vier Damen mehr oder weniger weit unter dem IQ-Radar fliegen.

Valencia Vintage (ehemals Florian Stöhr)

Das unsägliche Biest mit den aufgeklebten Hupen war ein gaaaaanz kurz aufflammender Stern am Trash-Himmel. Nach einem Karrierehoch mit einer – richtig – eigenen Doku auf RTL2, bei der sie den tuntigen Florian Wess „heiratete“, der wohl irgendwie auch was mit den Botox Boys zu tun hat, ging es dann bergab. Ehe-Aus nach der Doku – Funkstille. Mit einer Einladung zum Dschungelcamp wollen wir die Karriere nicht wieder befeuern, was Valencia sich in ihrem kleinen, dunklen, Kämmerlein jenseits der Öffentlichkeit natürlich erhoffen würde. Wir hingegen möchten uns lieber darin suhlen, ihr zuzuschauen, wie sie selbst nach ihrem Karrierebauchklatscher noch immer affektiert herumläuft und aufgrund bodenloser Ignoranz Champagner aus Sektgläsern säuft. Wir hoffen allerdings, dass sie nach ihrem Trash-Karriere-Aus noch genug Geld hatte, ihre Botox-und Filler-Behandlungen weiter durchzuführen. Ansonsten hängen ihre Lippen und ihr Gesicht bestimmt auf halb acht.

So, liebes RTL, nun haben wir Dir ja eine Aufgabe gegeben, mit der Du in den nächsten Monaten etwas zu tun hast. Mit diesem unschlagbaren Cast an erbärmlichen Gestalten schalten wir auch gerne wieder täglich ein!

Hintergrund Teaserbild: pixabay.com

Autor: Benjamin Blum

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