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04.12.2015 | | Lifestyle

Skurriles, Skandalöses und so – was uns in diesem Jahr bewegt hat…

Die Kuh schaut nach hinten

Ein Jahreswechsel ist der perfekte Zeitpunkt, um kurz inne zu halten und Bilanz zu ziehen. Auch wenn wir noch ganze vier Wochen haben, uns in unseren Erinnerungen zu suhlen und einen vorsichtigen Ausblick auf 2016 zu wagen und selbstverständlich darauf, wie wir uns selbst noch weiter optimieren können, wollen wir an dieser Stelle schon mal einen vorläufigen Cut machen und die Dinge Revue passieren lassen, die uns in diesem Jahr bewegt oder auch einfach nur angekotzt haben.

Der Dschungel
Falls ihr es noch nicht gemerkt haben solltet: Unser Redaktionsteam besteht aus Trash-TV-Junkies. Dementsprechend verwundert es nicht, dass das Dschungelcamp für uns eines der Jahreshighlights ist. Dieses Jahr war aber alles anders. Ohne unser heiß geliebtes Google wäre es uns schon jetzt nicht mehr möglich, drei Kandidaten der letzten Staffel aus dem Stehgreif zu nennen. Mit Ach und Krach ist es uns gelungen, Maren Gilzer als diesjährige Queen zu identifizieren. Das war’s dann aber auch schon. Das Camp hat durch absolute Langeweile geglänzt und selbst als geneigte Zuschauer waren wir froh, als es sein Ende gefunden hatte. Leider machen auch die bereits gesetzten Kandidaten der neuen Staffel kaum Hoffnung auf Besserung, sodass wir schon jetzt einen herben Quotenrückgang prognostizieren.

Disconnection
Smartphones, soziale Netzwerke & Co. bieten uns ungeahnte Möglichkeiten, mit anderen Leuten Kontakt aufzunehmen. Und dennoch hat man den Eindruck, dass diese Medien die Menschen nicht wirklich näher zusammenbringen, sondern eher zu einer inneren Distanz und fatalen Ich-Bezogenheit führen. Schließlich geht es bei Facebook, Instagram & Co. nicht wirklich darum, den Kontakt zu seinen real existieren Freunden zu pflegen, sondern darum, massenhaft Klickvieh um sich zu scharen, das bei jedem überinszenierten Selfie, #nofilter – of course –, tüchtig auf Like drückt.

Burger vs. Veganismus
Wer seine Ernährungsgewohnheiten zur Distinktion nutzen wollte, lag vor einigen Jahren goldrichtig, wenn er sich als Vegetarier outete. Der Veganismus ist die konsequente Konsequenz daraus. Hierbei wird, egal ob bei Kleidung oder beim Essen, vollständig auf tierische Produkte verzichtet. In einer Stadt wie Berlin ist das ja auch so gar kein Problem, denn überall wird man mit veganen Gerichten auf der Speisekarte bombardiert. Darüber hinaus wird man von Veganern stets darüber informiert, ob man es hören will oder nicht, dass es ja so viel besser und gesünder ist, auf diese Ernährungsform umzusatteln. Hinzu kommt, dass Veganer selbstverständlich auch die besseren Menschen sind…. Gleichzeitig befindet sich der Burger – ja, mit so richtig geilem Fleisch – auf einem absoluten Siegeszug. Im letzten Jahr sind zig neue Burgerbuden aus dem Boden gestampft worden, dass es eine wahre Freude ist und dem Fleischliebhaber das Wasser in Form von Sturzbächen im Mund zusammenlaufen lässt. Natürlich dürfen auch die Veganer dabei nicht zu kurz kommen, die mit Hochgenuss an ihrem Gemüsepatty knabbern können.

Homo, hetero, egal – nein, nicht egal!
Wenn selbst unser aller Kanzlerin von sich gibt, dass sie sich dafür einsetzen will, dass die Diskriminierung bekämpft wird, dann aber ganz ungeniert einen Moment später sagt, dass die Ehe ihrer Meinung nach eine Sache zwischen Mann und Frau ist, hört sich doch wohl alles auf. Fehlt nur noch, dass sie mit den Worten abschließt: Das wird man ja wohl noch mal sagen dürfen! Gleichberechtigung sieht unserer Ansicht nach ganz anders aus. Empörend ist vor allem, dass sich das Volk für die Gleichstellung der Homo-Ehe ausspricht, sich die verstaubte CDU/ CSU allerdings dagegen sträubt und so der gleichgeschlechtlichen Liebe einen Stempel der Minderwertigkeit aufdrückt. Nein, Frau Bundeskanzlerin, so bekämpft man Diskriminierung nicht!

Flüchtlinge
War sich die CDU/ CSU bei der „Homofrage“ noch einig, hat die Flüchtlingspolitik von Angie zu parteiinternen Zerwürfnissen geführt. Ganz im Stil von „House of Cards“ wurden schon Unkenrufe laut, die in den Auseinandersetzen zwischen Frau Merkel und Seehofer Demontagebemührungen seinerseits erkannten – freuen wir uns schon mal auf die nächste Staffel. Obwohl sich auch bei diesem so wichtigen Thema das Volk eine nachvollziehbare Strategie und echtes Handeln der Kanzlerin gewünscht hat, übte sich Frau Merkel in Ignoranz und bügelte die Frage danach, wie es weitergeht, mit einem „Wir schaffen das“ ab.

Insbesondere die politische Situation in unserem Land hat uns einen Vorsatz für das neue Jahr aufgezwängt: Den Demokratiebegriff im Wörterbuch nachschlagen. Und wenn daraus nichts wird, specken wir halt ab, hören mit dem Rauchen auf, essen keine tierischen Produkte mehr und verzichten auf Alkohol. In diesem Sinne freuen wir uns bombastisch auf das Jahr 2016!

Bildquelle: pixabay

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