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26.05.2015 | | Kultur

Schluss mit lustig!

Chinese Fun. Copyright: Stefano Cerio.

Denkt man an China, so kommen einem sofort Menschenmassen, bunte Märkte, hektisches Treiben und wirtschaftlicher Fortschritt in den Sinn. Kein Land feiert seinen Aufstieg zur in allen Belangen ernstzunehmenden Weltmacht offensichtlicher ab. Die Megapolen strotzen vor glitzernden, weltrekordverdächtigen Wolkenkratzern, die Lichter dieser Großstädte scheinen nie zu erlöschen und quietschbunte Freizeitparks locken mit ihren kindlichen Themenwelten die Massen in Scharen. Gerade diese Freizeitparks zeigen die Sehnsucht der Menschen nach Zerstreuung. Täglich strömen Tausende Besucher durch die Drehkreuze und verlustieren sich mit Achterbahnen & Co. Doch der italienische Fotograf Stefano Cerio zeigt uns auf seinen Bildern der Reihe Chinese Fun die Freizeitparks außerhalb der Touristensaison, wenn die Einwohner des Reichs der Mitte wieder tagein tagaus für den wirtschaftlichen Aufschwung ackern müssen. Heraus kommen dabei bedrückend-faszinierende Werke von verlassenen Achterbahnen und anderen Fahrgeschäften, die  ja eigentlich erst aus dem Zusammenspiel mit dem Menschen und ihrer Eigenbewegung zu dem werden, was sie sind. Ihres Sinnes und Zweckes enthoben, wirken sie auf diesen Bildern fremdartig und abweisend, mitunter sogar erschreckend. Wirklich erstaunliche Arbeiten, die in jedem Menschen drückende Emotionen wecken.

Chinese Fun. Copyright: Stefano Cerio.

Shanghai Happy Valley-Shanghai. Chinese Fun. Copyright: Stefano Cerio.

Chinese Fun. Copyright: Stefano Cerio.

Treausure Island PirateKingdom-Qingdao. Chinese Fun. Copyright: Stefano Cerio.

 

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