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06.05.2015 | | Lifestyle

I make you krass! Die Fitnessprogramme der Stars

Quelle: pixabay. http://pixabay.com/de/bodybuilding-fitness-modell-685087/

„Wer nichts wird, wird Wirt“, so hieß es früher zumindest. Ist ja auch ein durchaus ehrenwerter Beruf. Schaut man heutzutage auf die deutsche C-Promiriege lautet deren Motto wohl eher: „Wer den Hals nicht kann vollbekemmen, lässt Gewichte stemmen„. Gemeint sind damit die „Online-Fitnessprogramme“ diverser VIPs wie Detlef „D!“ Soost, Kollegah und neuerdings auch Daniel Aminati. Bereits seit vielen Monaten nervt uns in den Werbepausen beim gemütlichen Chipsgenuss immer wieder ein grummeliger Soost, der uns körperlich auf Vordermann bringen: imakeyousexy.com. Bei ihm selbst hat sein Programm ja geholfen, schließlich hat er sich von einem kleinen Pummel in einen astralleibigen Adonis transformiert. Leider ist er dabei auch unsympathischer geworden – ob das eine Nebenwirkung seines Programms ist? Vor einigen Monaten stieg dann auch der Rapper Kollegah ins „Online-Fitnessprogrammgeschäft“ ein. Seine „Boss-Transformation“ soll aus jedem Hänfling einen aufgepumpten Boss machen – was auch immer das genau heißt. Nun springt auch Aminati in den Ring und ruft seine Anhänger dazu auf: „Mach dich krass“.

Bezüglich der Wirksamkeit der einzelnen Programme kann hier nicht viel gesagt werden. Bei einem gut durchdachten Ernährungs- und Trainingsplan sind Erfolge allerdings anzunehmen. Die Frage ist vielmehr: Verdienen diese Promis mit ihrer normalen Arbeit nicht genug, sodass sie ihren Fans mit den Fitnessprogrammen noch weitere Euros aus den Taschen ziehen müssen? Mal ganz ehrlich: Für 80 (Aminati) respektive 180 Euro (Kollegah) – bei Soost bekommt man nähere Infos nur per Mail – kann man schon einiges erwarten.

Dafür bekommt man allerdings lediglich Trainings- und Ernährungspläne (von „individuell“ wollen wir mal nicht sprechen). Videos, wie man genau trainiert, sind schön und gut, aber eigentlich nur Augenwischerei. Ähnliches kann man sich im Internet mit ein bisschen Recherche selbst zusammensuchen oder in ein Fitnessstudio eintreten und sich vom Trainer beraten lassen.

Das wirklich Schlimme sind allerdings die fürchterlichen Namen dieser Programme.

„Boss-Transformation“ von Kollegah ist dabei noch fast eine stilistische Blüte – wobei man „Boss“ vielleicht mal näher beschreiben sollte. Wer möchte schon aussehen, wie sein Boss?

I make you sexy (Soost) ist da schon wesentlich schlimmer. Wer möchte von dem hedonistisch wirkenden Unsympath sexy gemacht werden? Noch dazu zählen für mein Dafürhalten andere Dinge dazu sexy zu sein, als ein wohlgeformter Körper – zum Beispiel eben auch ein sympathischer Charakter. Und den bringt Soost in seinen Spots nun wirklich nicht rüber.

Bleibt noch Aminatis „Mach dich krass“. Wir wollen mal unterstellen, dass das Programm nicht so blöde ist, wie sein Name. Der hat diesem ganzen Promi-Fitness-Ding wirklich eine Krone aufgesetzt.

Vielleicht versuche ich mich auch mal daran. Mein Programm könnte zum Beispiel heißen: „I make you poor“!

Quelle Teaserbild: pixabay

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