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Es muss nicht unbedingt Auto sein – Wolfsburgs Potenziale

Auf dem Weg nach Wolfsburg

Als jemand der in Wolfsburg, beziehungsweise Fallersleben, dem schönsten Ortsteil Wolfsburgs, aufgewachsen ist, liegt mir das Wohl der Stadt selbstverständlich am Herzen. Die Berichterstattung über den VW-Skandal verfolge ich dementsprechend interessiert. Wurde der Konzern vor gar nicht allzu langer Zeit noch dafür abgefeiert, dass er der weltgrößte Autobauer ist, muss er nun infolge der Abgassauerei eine mächtige Schlappe einstecken. Dies auszubügeln und das Vertrauen der Konsumenten zurückzugewinnen dürfte einige Zeit dauern. Damit der Volkswagenstadt in der Zwischenzeit nicht der Sprit ausgeht, habe ich mir alternative Möglichkeiten überlegt, die Wolfsburg dabei helfen sollen, – auch ohne VW – zu einer Stadt mit Zukunft zu machen.

1. Den Wolfsburgern erzähle ich damit nichts Neues, aber viele Außenstehende wissen es nicht: VW stellt nicht nur Autos, sondern auch seine eigene Currywurst und die dazugehörige Sauce her. Im Vergleich zu den Würsteln in Berlin oder im Pott, die nur verkappte Bratwürste sind, gibt es hier richtig was auf den Teller, denn das „Original-Teil“ ist etwa doppelt so lang wie die herkömmliche Currywurst und schmeckt mit dem hauseigenen Ketchup einfach phänomenal. Also, baut die Produktion aus und zeigt den Berlinern und Herbert Grönemeyer, wie eine Currywurst zu schmecken hat.

2. Da war der VFL in der letzten Saison so erfolgreich, wurde Pokalsieger und schon fast in einem Atemzug mit Bayern München genannt und dann wird doch ernsthaft in Erwägung gezogen, aufgrund des Abgasskandals die Gelder zu kürzen – Schwachsinn! Ganz im Gegenteil: Jetzt sollte erst richtig in den Sport investiert werden. Mit Geschwindigkeit und (Ab-)Gas geben kennt man sich in Wolfsburg schließlich aus, daher könnte doch in Zukunft aus der Auto-Stadt die Sport-Stadt werden.

3. Die Porschestraße ist Wolfsburgs Einkaufsstraße. War sie früher belebt und mit seinen Straßencafés und Restaurants ein beliebter Treffpunkt für Jung und Alt, so gleicht sie inzwischen einer ultra-öden Betonwüste. Die City Galerie und das DOW (Designer Outlets Wolfsburg) haben interessante Stores abgezogen, sodass auf der einstigen „Prachtmeile“ inzwischen nur noch Schnäppchenhunter in den Euro-Shops glücklich werden. Eine lebhafte und vor allem interessante Stadt sieht anders aus! Nutzt eure Potenziale und baut wieder eine richtige Innenstadt mit allem Pipapo auf ­ – schönen Shops, tollen Restaurants, Bars wie auch Kneipen – und hier und da ein bisschen Natur ist sicherlich auch kein Fehler.

Es gibt also viele andere Dinge, auf die ein Wolfsburger stolz sein kann!

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