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25.11.2015 | | Lifestyle

Dieser eine Satz, der wie kein anderer für Schweißperlen auf der Stirn sorgt

Geschenke mit Schleifen

Dieser Artikel dient einfach nur der allgemeinen Panikmache. Nein, nicht etwa vor dem Terror oder Altersarmut, sondern es geht um etwas ganz Simples, das den Menschen trotzdem einen Schauer über den Rücken laufen lässt. Und dieses Gefühl kann mit nur einem einzigen Satz ausgelöst werden: „Es sind nur noch vier Wochen bis Weihnachten!“ Was nach einer simplen Feststellung klingt, ist im Grunde genommen eine Warnung und meint implizit: „Hast Du schon alle Geschenke zusammen? Nein? Dann bist Du verloren!“

Jedes Jahr fragen sich die Bundesbürger spätestens nach dem Totensonntag, wie weit ihre jeweiligen Geschenkideen gediehen sind. Eigentlich geht es dabei anfangs nur um zwei Dinge: Entweder will man sich rückversichern, dass alle anderen auch noch keinen blassen Schimmer haben, was sie kaufen sollen oder man will Geschenkideen abgreifen. Die gleiche Frage – gestellt nach dem ersten Advent – hat allerdings schon eine andere Qualität. Nun gilt es nämlich zu ermitteln, wie viele der eigenen Bekannten bereits wie weit mit ihrer Planung sind – um festzustellen, dass man langsam auch mit der Planung anfangen sollte. Nach dem zweiten Advent taugt die Frage eigentlich nur noch dazu, einzelne Verstreute zu finden, die ebenfalls noch kein einziges Geschenk gekauft, aber auch noch keine ruhige Minute darüber nachgedacht haben. Nach dem vierten Advent wiederum wird die Frage nur noch von denen gestellt, die bereits alle Präsente beisammen haben – und das natürlich mit der gebührenden Überheblichkeit des Überlegenen. Alle, die sich bislang noch immer nicht ins Shoppinggetümmel geschmissen haben, werden jetzt leiser und leiser. Dabei sollte man aber nicht vergessen: Bislang hat man noch immer etwas gefunden – auch auf den letzten Drücker. Ob die lieblos ausgesuchte Krawatte oder die minder schöne Porzellanfigur nun der Knaller waren, sei mal dahingestellt.

Dabei ist das Schenken doch gar nicht so schwer – hier ein paar Tipps:

Aufmerksamkeit – das ganze Jahr über

Bei Menschen, die man immer um sich hat, ist das Schenken meist sehr einfach. Dann und wann lässt jeder von uns den goldenen Satz fallen: „Ein japanisches Küchenmesser wollte ich schon immer mal haben!“ Abgespeichert und rechtzeitig vor dem Fest besorgt, wird ein solches Geschenk für Freudenstürme sorgen. Und auch wenn man selbst über das Jahr etwas sieht, bei dem man denkt, das man damit einem ganz bestimmten Menschen eine Freude machen könnte – merken und am besten aufschreiben!

Empathie zeigen

Um ein gutes Geschenk zu machen, muss man sich einfach nur in sein Gegenüber einfühlen. Was mag er oder sie gerne? Hierbei geht es nicht immer um die allzu offensichtlichen Hobbys, sondern eher um die kleinen Dinge. Eine Sonderausgabe des Lieblingsautors, der Lieblingsfilm in einer besonderen Sammleredition oder das Lieblingsbauwerk en miniature – so individuell die Menschen sind, so sollten auch die Geschenke sein.

Einfach nachgefragt

Es ist völlig legitim nachzufragen, was sich jemand wünscht. Schließlich will man seinem Gegenüber eine Freude machen und man selbst weiß ja meist am besten, worüber man frohlocken würde. Selbstverständlich ist die Überraschung dann nicht mehr so groß, aber die allein macht ein Geschenk noch lange nicht aus. Was hilft der Überraschungsmoment, wenn sich das Präsent als Toilettenpapierpuppe herausstellt?

Kreativ sein

Und wenn einem nun wirklich gar nichts einfällt und das Gegenüber auch bei der hundertsten Nachfrage darauf beharrt, alles zu haben, was er brauche, gilt es, kreativ zu werden. Nein, es geht nicht um etwas mehr schlecht als recht Selbstgebasteltes, sondern eher etwas mit Liebe und Köpfchen Zubereitetes. Wie wäre es mit einem kostbaren Trüffelöl aus eigener Herstellung, Zutaten für den Lieblingskuchen in einer Milchflasche zum Selberbacken oder handgeschöpftes Papier mit den eingeprägten Initialen des Beschenkten. Es sollte etwas Besonderes sein, dass mit viel Liebe und besten Zutaten und Produkten hergestellt wird. Gerade in der heutigen Zeit sind die kleinen und ausgewählten Dinge die kostbarsten überhaupt.

Liebevoll verpackt

Ja, auch beim Schenken isst das Auge mit. Manchmal weiß man intuitiv, dass ein Präsent entweder genau den Nerv des Beschenkten trifft oder danebengeht. Falls letzteres eintrifft, sollte man darauf bauen, dass wenigstens die Verpackung im Gedächtnis bleibt.

Hier gilt es zu experimentieren. Besonders schön ist Geschenkpapier in Schokoladenbraun mit kupferfarbenem Satinband. Auch das Verpacken in ein Seidentuch – ganz nach Art der Japaner – sorgt für Aufsehen. In diesem Jahr hat außerdem geprägtes Lackpapier in kräftigem Rot oder elegantem Schwarz Hochkonjunktur. Aber auch Papier mit prunkvollen Ornamenten, farbenprächtigem Paisley oder mit Toile-de-Jouie-Druck sind wahre Hingucker.

Wer es schlicht, aber dennoch elegant mag, verpackt Geschenke in weißes Seidenpapier und bindet eine schwarze Schleife aus Seidenband darum. Eine üppige Amaryllisblüte als Farbtupfer dienen.

Und keine Panik, auch ich habe noch nicht alle Geschenke gekauft – aber ich weiß schon, wer was von mir bekommen wird. So kann man die Weihnachtszeit ohne den berüchtigten Stress genießen.

Quelle Teaserbild: flickr.com. Copyright: Steven Depolo. Wrapped Gifts Retirement Party 7-8-09 8. CC BY 2.0

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