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02.12.2015 | | Lifestyle

Bitte nicht kaufen! Die schrecklichsten Kalender der Welt!

Hässliche Kalender

Was ist eines der beliebtesten Geschenke zum Weihnachtsfest? Abgesehen von den Alltime-Favourites Pralinen, Socken und Krawatten liegt auch immer wieder der ein oder andere Kalender unterm Baum. Kein Wunder, läutet Weihnachten doch quasi das Jahresende ein. Nun ist gegen einen Kalender grundsätzlich nichts zu sagen. Liebt der Beschenkte Pferde, ist ein entsprechendes Kalendarium sicher ein gutes Geschenk, dass ihm jeden Tag beim Betrachten ein Lächeln aufs Gesicht zaubert.

Allerdings lauern dort draußen auch wahre Schreckgespenster in Form von Themenkalendern, die wirklich niemand geschenkt bekommen möchte. Von strippenden Bauerntölpeln in halbseidenen, ungeschickten Posen über glitschige Forellen, die lasziv nach Luft schnappen und Greenpeace auf den Plan rufen sollten bis hin zu selbstgemachten Ungeheuerlichkeiten.

Wir haben hier einmal die schrecklichsten Kalender zusammengefasst. Bitte nicht nachkaufen!!!

Der Autowäsche-Kalender

Vati liebt es, jeden Samstag seinen flotten Flitzer blitzeblank zu wienern anstatt auf seine alte aufzusatteln? Dann ist doch der Autowäsche-Kalender genau das Richtige für ihn. Naja… Hier werden (junge) Durchschnittsmänner in hässlicher Unterwäsche und Socken neben ihren polierten Boliden zur Schau gestellt. Was skurril und lustig anmuten soll, wirkt leider nur tölpelhaft und albern. Allein die Oldies – also die Autos – sind wirklich nett anzuschauen. Beim nächsten Mal vielleicht einfach ohne das (nicht) schmückende Beiwerk.

Marabus

Kalender mit Mäusen, Pferden, Hunden und Katzen sind immer nett anzuschauen – Kindchenschema sei Dank. Doch ein Kalender mit Marabus? Diese Vögel zeichnen sich dadurch aus, dass sie – ähnlich wie Geier – Aasfresser sind und ebenso wie diese haarlos an Kopf und Hals sind. Der Kalender beschreibt sie zwar als „faszinierende Charaktervögel“, bei aller Tierliebe muss man aber sagen, dass diese alten Gnatschen abgrundtief hässlich sind. Als stünden sie kurz davor, von der Beulenpest dahingerafft zu werden. Läuft man nachts an diesen schrecklichen Bildern vorbei, pinkelt man sich bestimmt vor Angst ein.

Nackt im Mett

Im Jahr 2011 gab die Nürnberger Metzgerinnung einen eigenen Kalender heraus. Das Thema: Fleisch. Natürlich reichte es dafür nicht, die köstlichsten Wurstwaren opulent zu inszenieren, nein, es mussten auch Gesichter her. Beim Blick auf die Bilder fragt man sich, ob der Kalender bei all der Schmerbäuchigkeit dazu geführt hat, dass der Fleischkonsum in Deutschland abgenommen hat. Beim Blick auf die leichtbekleideten, fülligen Leiber vergeht einem jedenfalls der Appetit. Absolutes Highlight: Der Metzger in halbtransparentem Overall mit einer geschulterten Wurststange – sexy geht anders. Man hat den Eindruck, dass die Fotografin auch nicht so recht wusste, ob sie den Kalender bierernst oder mit einem Augenzwinkern arrangieren sollte. Folglich weiß auch der Betrachter nicht, ob er lachen oder weinen soll.

Feuerwehrfrauen

Doch nicht nur Männer können bei stümperhaften Kalenderproduktionen aussehen wie die Deppen der Nation. Auch die Damen der Schöpfung sehen bei schlechter Inszenierung eher zum Weglaufen aus. Sicherlich sind die Frauen dieses Feuerwehrkalenders im realen Leben die Wucht, allerdings sind die Settings und die Aufnahmen so billig, dass da nichts mehr zu retten ist. Anstatt knisternder Erotik sieht es hier eher nach billigem Porno aus. Wurden die Damen direkt vom Strich weggecastet? Beim nächsten Mal bitte mit etwas (mehr) Stil.

Glitschige Fische

Für nur knapp 15 Dollar kann man allerdings auch einen geschmacklosen Fischkalender erstehen. Nein, es handelt sich dabei nicht um farbenfrohe Clownsfische in einem Riff. Fischer posieren hier mit ihren „Prachtexemplaren“. Abgesehen davon, dass die Fische alle eher unansehnlich ausschauen, möchte man anstatt seine Termine einzutragen, lieber Greenpeace anrufen.

Oh, niedlich, Katzenbabies!

Ja, niemand kann etwas gegen Katzenbabies sagen – jeder findet sie niedlich. Und wenn sie dann auch noch von gutgebauten, nackten Männern gehalten werden, sollte man doch dahinschmelzen. Aber weit gefehlt, wie der Kittendales-Kalender beweist. Woran es liegt, dass man nicht sofort in Freudentaumel beim Betrachten ausbricht? Der Kalender ist einfach so unfassbar billig gemacht, dass der ganze „Oh, süß“-Zauber verfliegt. Man nehme einen Mann, postiere ihn vor einem – wichtig!!! – uninspiriertem Hintergrund, ziehe ihm sein Shirt aus, setze ihm ein Katzenbaby auf den Arm… fertig. Das Gleiche wiederhole man elf Mal und schon gibt es einen Kalender. Fast so stümperhaft, wie die selbstgebastelten Dessous-Kalender mit denen manche Ehefrau ihren Mann mal wieder so richtig heiß machen will und dabei einfach nur aussieht wie ein gestrandeter, mies ausgeleuchteter Wal. Wer nur 20 Euro für den Fotografen ausgibt, bekommt halt, was er verdient.

Puppies with Guns

Ja, der Name hält, was er verspricht: Hundeliebhaber, die gleichzeitig ein Faible für schweres Geschütz haben, liegen hier genau richtig. Dabei sind auch hier wieder beide Akteure so schlecht inszeniert, dass man schreien möchte. Auf billigste Art freigestellt und lediglich vor weißem Hintergrund möchte man den Fotografen einfach nur Ohrfeigen. Nein, Hunde würden auf niemanden schießen – im Gegensatz zu vielen Amis anscheinend.

Warum liegt denn hier so ein Fahrrad rum?

Was macht aus einer So-la-la-Landschaftsaufnahme ein riesiges Fragezeichen? Wenn man einfach wahllos und ohne ersichtlichen Grund ein Fahrrad in dieser „Idylle“ postiert… Mehr als Unverständnis mag dieser Kalender nicht zu evozieren.

Selbstgemachtes für die Mülltonne

Noch schlimmer ist nur ein eigens produzierter Kalender mit Bildern von sich selbst. Das Worst-Case-Szenario ist es dabei, wenn ein Laie die Fotos macht oder – noch katastrophaler – man selbst. Goldener Schnitt, Perspektive, Bildbearbeitung? Fehlanzeige. Stattdessen Unschärfe, Körnung und dumme Grimassen. Wem da unter dem Weihnachtsbaum nicht die Gesichtszüge entgleiten, dem ist wohl nicht mehr zu helfen.

Quelle Teaserbild: flickr.com. Copyright: Ken Bosma. Pavarotti Owl, CC BY 2.0

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