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15.01.2016 | | Lifestyle

Will AfD in Thüringen Homosexuelle zählen lassen? Das wird man ja wohl mal machen dürfen… NOT

Abwärts mit Deutschland

Nachdem die AfD bereits die Flüchtlinge auf dem Kieker hat, will die Politikerin Corinna Herold nun wissen, wie viele Homo-, Bi- und Intersexuelle in Thüringen leben – kein Witz. Es geht natürlich lediglich darum, zu schauen, wie viele Personen als „besonders schutzbedürftig“ einzuschätzen sind, da Thüringen für diesen Personenkreis die Einführung eines „Landesprogramms für Akzeptanz und Vielfalt“ beabsichtigt. Herold ist natürlich „nur“ daran interessiert zu erfahren, in welchem Verhältnis die Kosten des Programms zu der Anzahl der Menschen stehen, die davon profitieren – das wird man ja wohl mal fragen dürfen. Eigentlich geht es aber darum, die Parteianhänger noch weiter anzustacheln: Nicht nur die Flüchtlinge kosten uns Geld, sondern auch die Schwulen und Lesben (die den meisten Parteianhängern ohnehin ein Dorn im Auge sein dürften). Warum für diese Minderheit aber Geld ausgeben, das man doch viel besser in den rechten deutschen Nachwuchs investieren kann?

Stimmt, statistisch sind ja „nur“ zehn Prozent der Bundesbürger homosexuell. Für eine so unbedeutende Minderheit, braucht man kein Geld auszugeben. Die Steuergelder von Homo-, Bi- und Intersexuellen nehmen sie dann aber doch gerne an, gerade wo diese Bevölkerungsgruppe meist kaufkräftiger als die eigene Klientel ist.

Aber halt, einen Schritt zurück… die AfD liegt bei Umfragen sogar unter zehn Prozent. Sollten wir ihr darum am besten nicht auch die Gelder kürzen? Dann könnten sich Petry & Co. endlich wieder als Opferlämmer gerieren – denn sie haben nach eigener Ansicht selbstverständlich ein Anrecht darauf, sich stets und ständig diskriminiert zu fühlen…

Nun werden sich glühende AfD-Anhänger sicher auf den Schlips getreten fühlen. Da kann man nur entgegnen: Das wird man ja wohl mal sagen dürfen.

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